Polo Cup

 

 

Offiziell hieß der Cup, Wintershall VW Polo Cup, ausgetragen wurde dieser zwischen 1983 - 1989.

Er löste den Golf GTI Cup ab, der 1982 seine letzte Saison hatte.

Der Polo Cup, war der letzte Markenpokal von VW, da sie sich danach auf Rallyes konzentrierten, mit dem Golf, zu mindest in Deutschland.

Erst 1998 begann VW wieder mit der Austragung eines Markenpokals,  

in Deutschland.  

 

 

Die Saison umfasste 10 Rennen und sollte der Nachwuchsförderung dienen.

Das Reglement verbot Modifikationen, es sollte allein das Talent der Fahrer, über den Sieg, entscheiden.

Partner von VW, im Cup waren Wintershall, als Hauptsponsor, daneben noch Sachs und Pirelli.

 

Auf den Seiten der Wagen prangte der Wintershall Schriftzug, die in den ersten Jahren, im Design, jährlich verändert wurden, ehe ab 1985 diese dann unverändert blieben.

Auf der Windschutzscheibe und der Heckklappe gab es noch mal ein Wintershall Aufkleber.

Vorne und hinten gab es Sachs Aufkleber und auf den vorderen Kotflügel war der Pirelli Schriftzug zu lesen.

 

Die Haube, das Dach und auch die Front und das Heck, unterhalb der Stoßstangen war für persönliche Sponsoren der Fahrer gegeben.

Ebenso durften diese Flächen sowie Spiegel, Grill, Stoßstangen und A-Säulen farblich gekennzeichnet werden,  

um eine bessere Unterscheidung, der Wagen zu schaffen.  

Punkteverteilung, die ersten 10 Plätze
Preisgelder gab es für die ersten 20Plätze:
  1. Platz   20 Punkte 
  2. Platz   15 Punkte 
  3. Platz   12 Punkte 
  4. Platz   10 Punkte 
  5. Platz     8 Punkte 
  6. Platz     6 Punkte 
  7. Platz     4 Punkte 
  8. Platz     3 Punkte 
  9. Platz     2 Punkte
10. Platz     1 Punkt
  1. Platz   3000 DM 
  2. Platz   2000 DM 
  3. Platz   1500 DM 
  4. Platz   1200 DM 
  5. Platz   1000 DM 
  6. Platz     900 DM 
  7. Platz     800 DM 
  8. Platz     700 DM 
  9. Platz     600 DM
10. Platz     500 DM
11. Platz     400 DM
12. Platz     400 DM
13. Platz     400 DM
14. Platz     300 DM
15. Platz     300 DM
16. Platz     200 DM
17. Platz     200 DM
18. Platz     200 DM
19. Platz     200 DM
20. Platz     200 DM

 

Macht 15.000 DM, die pro Rennen an Preisgeld, für die Fahrer zu gewinnen gab.  

Gefahren wurde auf permanenten Rennstrecken, wie:

-Nürburgring

-Hockenheimring

 

Dazu kamen nicht permanente Rennstrecken:

-Avus in Berlin

-Norisring in Nürnberg

 

Aber auch Flugplatzrennen wie:

-Wunsdorf

-Diepholz

-Kassel-Kalden

-Mainz Finthen

 

Zudem gab es auch Rennen, außerhalb Deutschlands:

-Zolder (Belgien)

-Zandvoort (Niederlande)

-Salzburgring (Österreich)

 

Die Rennen wurden zum Teil im Rahmenprogramm der DTM oder sogar der Sportwagen Weltmeisterschaft mit Prototypen, ausgetragen.

 

Folgende Fahrer gewannen den Polo Cup:

-1983  Reinhard Möllig

-1984  Volker Cordlandwehr

-1985  Berthold Bermel

-1986  Volker Cordlandwehr

-1987  Volker Cordlandwehr

-1988   Horst Farnbacher

-1989   Otto Fieg

Auch dazu einige Videos:

 

1984 Norisring, eins von 2 Trainings:

 

1984 Norisring:  

 

1984 Zolder:

1987 Nürburgring:

 

 1988 Norisring:

1989 Salzburgring Training:  

2F Cup Großbritannien  und Portugal

 

Vom 2F gab es ebenfalls einen Cup,

auch diesmal nahm man das Topmodell,der Baureihe, den G40.

Diesmal verzichtete man aber auf die besonderen Felgen, im VW Design und nahm die Serienfelgen des G40,die BBS.

 Von 1992- 1994 wurde in Großbritannien Cup Rennen ausgetragen.

Die Fahrzeuge waren natürlich Rechtslenker.

 Im großen und ganzen unterschiedensich die Fahrzeuge nicht viel, von den deutschen, im Hinblick auf dieTechnik und Ausstattung.

 Statt des serienmäßigen Lenkrads,wurde ein Sportlenkrad verwendet.

Zudem gab es keine Radstandverlängerung, mit Hilfe eines Hilfsrahmens, wie noch im deutschen Polo Cup.   

Wieder wurde die Motortechnik serienmäßig belassen und mit der Sicherheitsausrüstung für den Motorsport ergänzt.

Dazu 2 Videos:

 

 Wenig bekannt ist, das auch in Portugal ein solcher CUP ausgetragen wurde.

Zwischen 1991 - 1994.  

  

Cup Fahrzeug:

Polo Cup 1983-1985 (Doppelvergaser)

 In den ersten Jahren (1983-1985) warder 75PS GK Motor aus dem Polo Coupe die Basis.

Dieser wurde mittels eines Solex Doppelvergasers dann auf 88 PS gebracht.  

Höchstgeschwindigkeit war 184 Km/h. 

Serienmäßig mit einem 4 Gang Getriebe ausgestattet.

 

Technische Daten:

Leistung              : 88 PS

Drehmoment       : 110Nm bei 5000U/Min.

Beschleunigung  : 9,0 Sek von 0-100Km/h

Gewicht              : 675 Kg

Der Sauger hatte original nur vorne eine Domstrebe sowie eine Querlenkerstrebe.

Ausstattung:

Innen von Dämmmaterial und Ausstattung befreit, bis auf das Armaturenbrett.

 

 

- Statt hinterm Serienlenkrad nahm der Pilot Platz hinter einem  Lederlenkrad von Momo.

 

 Lediglich ein Matter Überrollkäfig,ein König Schalensitz, mit Hosenträgergurt und ein Feuerlöscher zierten den Innenraum.

Zudem gab es ein Stromkreisunterbrecher, auf dem Armaturenbrett, der auch von außen,durch einen Seilzug auszulösen war.

 

Schnellverschlüsse vorne und hinten anden Hauben sicherten einen schnellen Zugriff, im Ernstfall, für die Streckenposten.

Domstreben vorne und hinten und besondere Ferdern und Dämpfer sorgten für eine gute Straßenlage. Auch begünstigt durch den stärkeren Sturz der Räder.

 

 

 

Für den Fahrbahnkontakt sorgten Felgender Größe 5,5J X 13 ET 38 der Firma Centra, mit besonderen Design.Diese zierte ein größes VW Emblem, mit blau hinterlegten Hintergrund.  

 

Pirelli war Reifenpartner und stellte die Reifen, eine Sorte Slicks und sowie Regenreifen, in der Demension185/60.

Die Auspuffanlage verzichtete auf den Mittelschalldämpfer.

 

Polo Cup 1986-1989 (G40)

 

1986 beschloss man im Cup, den neuen G40 Motor zu nutzen, wohl auch, um dessen Haltbarkeit zu zeigen. Undso bereitete man bei VW Motorsport, in Hannover die neuen Cup Polos vor.

 

 

Technische Daten:

Motor                            : 4Zylinder, wassergekühlt, mit mechanischen Lader

Hubraum                       : 1275ccm

Verdichtung                  : 8,0 : 1

Leistung                        : 112PS

Drehmoment                 : 150 Nm von3600-4000 U/Min

Beschleunigung             : 8,4 Sekvon 0 - 100Km/h

Höchstgeschwindigkeit : 192 Km/h

Getriebe                         : 5Gang Renngetriebe

Stoßdämpfer                  :Fichtel und Sachs - Rennabstimmung

Leergewicht                   : 750 Kg

 

Ausstattung:

Der Innenraum blieb spartanisch, wie schon im Vorgänger.

 

Als einziges Extra wurde ein Lederlenkrad montiert, das es so nirgends, im Serienprogramm des Polo gab.  

 

 

Innen vom Dämmmaterial und Ausstattungbefreit, bis auf das Armaturenbrett.

Lediglich ein Matter Überrollkäfig,ein König Schalensitz, mit Hosenträgergurt und ein Feuerlöscher zierten den Innenraum.

 

Zudem gab es ein Stromkreisunterbrecher, auf dem Armaturenbrett, der auch von außen,durch einen Seilzug auszulösen war.

 

 

Herzstück war ein Serien Motor, der Motorkennbuchstabe war MM anstatt PY.

Dazu kam ein Schwallblech in der Ölwanne und ein zusätzlicher Ölkühler wurden montiert.

Alle Cup Fahrzeuge hatten serienmäßig einen G-Kat.

Damit war VW einer der ersten Hersteller, der den G-Kat im Rennsport einsetzte.

 

Übertragen wurde die Kraft über ein 5-Gang Getriebe mit Rennabstimmung.

Dieses war, trotz anders verlautenden Gerüchten, weder gerade verzahnt noch konnte man die Übersetzung ändern.

 

Ein überarbeitetes Fahrwerk trug der gewachsenen Motorleistung Rechnung.

 

 

Fichtel und Sachs veränderte die Federbeine, Dämpfer und Federn.

 

 

Als Neuerung gab es exentrische Domlager, die über die Domstrebe fixiert wurden.

 

Dazu gesellte sich ein Verstärkungsrahmen, der dem Vorderwagen eine höhere Steifigkeit.

 

Durch diesen Verstärkungsrahmen  wurde der Radstand um etwas 3cm vergrößert, was dem Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten verbesserte.

An der Vorderachse wurde mit deutlichem negativen Sturz gefahren und auch die hintere Achse wies einen negativen Sturz auf.

 

Schnellverschlüsse vorne und hinten an den Hauben sicherten einen schnellen Zugriff, im Ernstfall, für die Streckenposten.

 

 

 

Für den Fahrbahnkontakt sorgten Felgen der Größe 5,5J X 13 ET 38 der Firma Centra, mit besonderen Design.Diese zierte ein größes VW Emblem, mit blau hinterlegten Hintergrund.

Pirelli war Reifenpartner und stellte eine Sorte Slicks und sowie den Regenreifen, in den Dimensionen 185/60.  

 

Die Auspuffanlage verzichtete auf den Mittelschalldämpfer.

Das Endrohr war gerade, im Gegensatzzur Serie, die ein S-Roh hatte.

Eine genau Stückzahl gibt es nicht, man geht aber von 40-50 Cup G40 aus, die gebaut worden sein sollen.

 

Schon während des Cups wurden die Wagen nicht geschont und so zählte man während der Rennen schon einige Totalschäden.

Nach dem Cup wurden viele weiter im Motorsport eingesetzt, entweder in der Rundstrecke oder im Slalom -Sport, einige wenige wohl auch in der Rallye. Um dort Konkurrenzfähig zu sein, wurden diese Wagen dann oft modifiziert.  

Die harten Renneinsätze haben ihre Spuren hinterlassen, so das nur noch sehr wenige dieser Fahrzeuge existieren.

 

 Danke an Christian S. für diesen super Beitrag und den Bildern. Ohne seine Recherche und Hingabe wäre diese Dokumentation nicht möglich gewesen.